Georg Molitoris

Liebe Kunstfreunde, liebe Kunden,

die georgmolitoris galerie verändert zur Zeit ihren Standort in Hamburg!
Ab März 2012 werden wir wieder neue Ausstellungen anbieten können.
Weitere Informationen erhalten Sie auf dieser Webseite.
Telefonisch sind wir wie immer unter den bekannten Nummern – 0049 40 41355730 und 0049 172 45 12 617 zu erreichen.
Mit herzlichen Grüßen
Georg Molitoris

2. December 2011, 16:41 Uhr

Roswitha Hecke 2011

Die Fotoreportage „Detective Roy Finer“ der berühmten Fotografin
Roswitha Hecke

wurde dieses Jahr ausgezeichnet und ist zur Zeit
in der Ausstellung vom

9. JUNI − 14. AUGUST 2011
IM HAUS DER PHOTOGRAPHIE/DEICHTORHALLEN zu sehen, unter dem Titel:

VISUAL LEADER 2011

DAS BESTE AUS ZEITSCHRIFTEN UND INTERNET
DIE AUSSTELLUNG ZU DEN LEADAWARDS

28. July 2011, 17:33 Uhr

3. reART - roadshow mit Preisverleihung

Bitte beachten Sie: die 3. reART – roadshow wird verlängert bis zum Mittwoch, 25. Mai 2011. Besichtigung gerne nach Vereinbarung!

Einladung zur 3. reart® – roadshow 2011 und der Preisverleihung “Ausgewählter Ort 2011” – Im Land der Ideen in Hamburg!
Eröffnung am
Freitag, 15. April 2011 um 19:00 bis 22:00 Uhr*
in der “georgmolitoris galerie”

Preisverleihung beginnt um 19:30 Uhr.

Begrüßung:
Georg Molitoris, Inhaber von reART® Kunsthändler und Galerist

Grußwort:
Esther Bogdanovic, Repräsentantin der Initiative Deutschland – Land der Ideen

Laudatio und Preisübergabe:
Kai von Hassel, Direktor der Niederlassung Klosterstern, Deutsche Bank

Ausstellungsdauer: 15. bis 06. Mai 2011

reART® ist Preisträger beim Wettbewerb “Ausgewählter Ort 2011” – Im Land der Ideen

Ein Internetportal belebt den Kunstmarkt des 21. Jahrhunderts
„reart.de“ Preisträger im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“
Viele Kunstwerke schlummern im Verborgenen, verstauben in Schubladen und warten auf einen Käufer. Damit Objekt und Interessent zusammenfinden, kümmert sich das Kunstverkaufsportal reART® um die entsprechende Vermittlung. Zudem erhält der Verkäufer – ob Museum oder Privatperson – eine professionelle Beratung. Der Wert des Werks wird geschätzt und reART® sorgt für die Präsentation im Internet.
Begleitend werden Verkaufsobjekte in einer reART – roadshow der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Plattform fördert den regen Austausch am Kunstmarkt und passt ihn durch die weltweite virtuelle Vernetzung dem heutigen Stand der Technik an.

Kai von Hassel von der Deutschen Bank am Klosterstern in Hamburg zeichnete „reart.de“ heute als „Ausgewählten Ort 2011“ aus. Damit ist das Internetportal einer von 365 Preisträgern, die jedes Jahr von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ in Kooperation mit der Deutschen Bank unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten prämiert werden.

Anlässlich der Preisverleihung betonte Kai von Hassel: „Das Kunstportal reART® ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Kunst zukünftig präsentiert und verkauft werden kann. Gleichzeitig werden die Werke einem größeren Interessentenkreis zugänglich gemacht.“

Georg Molitoris, Inhaber des reART® – Internetportals
kommentierte die Auszeichnung:

„Wir sind sehr stolz, ein ‚Ausgewählter Ort‘ im Land der Ideen zu sein. Die Online-Galerie reART® – Ein Internetportal belebt den Kunstmarkt des 21. Jahrhunderts. Mit der Teilnahme an diesem Wettbewerb wollten wir aufzeigen, dass es auch im Kulturbereich neue und innovative Wege im Kontext mit den aktuellen Medien geben muss und geben wird. Unser Ziel ist es, den Kunstmarkt zu revitalisieren; ihn attraktiv für alle zu machen: ob Sie nun im Kunstbetrieb tätig sind oder sich einfach nur für Kunstwerke interessieren.“

Aus 2.600 eingereichten Bewerbungen überzeugte reART® die unabhängige Jury und repräsentiert mit seiner zukunftsfähigen Idee Deutschland als das „Land der Ideen“. „Preisträger im Wettbewerb ‚365 Orte im Land der Ideen‘ zu sein, ist ein Qualitätsmerkmal in allen Bereichen. Mit großem Engagement und Leidenschaft machen die ‚Ausgewählten Orte‘ Innovationen sichtbar und geben wichtige Impulse für unsere Zukunft“, begründete Kai von Hassel das Engagement der Deutschen Bank.

Pressekontakte:

reART® – Internetportal für den Kunstmarkt
georgmolitoris galerie, Georg Molitoris
Tel.: 040-41355730
info@galerie-molitoris.de

Deutschland – Land der Ideen Deutsche Bank Presse
Verena Schad Tel.: 030/206459-155
Doris Nabbefeld Tel.: 069/910-31070
schad@land-der-ideen.de
doris.nabbefeld@db.com

Weitere Informationen finden Sie unter:
reART® oder
365 Orte im Land der Ideen

reART® ist “Ausgewählter Ort 2011” im Land der Ideen. Damit ist
reART® / Georg Molitoris Preisträger im Wettbewerb “365 Orte im Land der Ideen”, der von der Standortinitiative “Deutschland – Land der Ideen” in Kooperation mit der Deutschen Bank durchgeführt wird. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten rückt der Wettbewerb Ideen und Projekte in den Mittelpunkt, die die Zukunft Deutschlands aktiv gestalten. Als “Ausgewählter Ort” ist reART® im Jahr 2011 Botschafter für das Land der Ideen und repräsentiert das Innovationspotenzial Deutschlands.
Um diese Idee für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen, veranstaltet reART® anlässlich der Preisverleihung durch einen Repräsentanten der Initiative “Deutschland – Land der Ideen” und der Deutschen Bank eine
reART – roadshow am 15. April 2011.

reART® / Georg Molitoris
Lappenbergsallee 35
20257 Hamburg
——————————————————————————
fon 0049 40 41 35 57 36
fax 0049 40 41 35 58 14
mobil 0049 172 45 12 617
——————————————————————————
info@reart.de
www.reart.de

8. April 2011, 19:21 Uhr

Paola Nasini

“encounters” – Fotografie
Ausstellungseröffnung am
Donnerstag, 24. März 2011 um 19:00Uhr
Ausstellungsdauer :
24.März bis 8. April 2011

Diese Ausstellung läuft parallel zur
5. TRIENNALE DER PHOTOGRAPHIE Hamburg,
die vom 1. bis zum 6. April 2011 zum fünften Mal das Zentrum der Fotografie in Deutschland wird – unter dem Motto “Wechselspiel. Foto-Film-Foto”!

“encounters”
Im Arbeitsumfeld Film gelingt es der Produzentin Paola Nasini in ihren Fotografien, Menschen zu dokumentieren, die sich ohne Scheu und Vorbehalte vor der Kamera bewegen.
Menschen, die uns direkt und ohne Pathos anschauen; Begegnungen, die uns herausfordern; die deutlich ihr soziales Umfeld, ihre Existenz beschreiben.
Augenblicke dramatischer Intensität, Spannung ohne Inszenierung – wunderbar ausdrucksstark!


“the last supper”, milan 2009

Paola Nasini
“encounters”

Photos of human faces, yet not psychological portraits. Apparently similar, substantially unique. Actually, it seems that there is something unmentioned, but persistent connecting these images; and the fundamental question, the induced quest for a relation intrigues us, even though we suspect that its individuation is not immediate.

Pieces of complex and troubled vital itineraries, these faces are all but unequivocal. At first sight, they seem icons of marginalization, descriptions of existential defeats… maybe some of them could represent the path of a failure or a strenuous resistance to extinction.

Nevertheless, I think that Paola Nasini’s goal is different, that her aspiration is to go beyond these first immediate sensations. As a whole, her photos trace an evolution which is certainly not progressive since her subjects are visibly diversified, while the experiences to which they refer are totally heterogeneous: different geographical sites, different social conditions, many ethnic groups…

One could say that they weave an active web of meanings, ideally defining the non linear graph, the rhizomatic structure of a recognizable universal human identity.

A conjecturable ideal-typical destiny that, and I insist – you must not read this process in a strictly chronological way- goes from a life lived on the margins (the “margin” can be physical or metaphorical), to the conquest of a position (the moment in which individual world becomes strongly affirmative), to the diversity of relations (and here the subject is thrown in the world of interactions with others).

The description of these existential parcels is naturally variegated and dissimilar, and the photos are a clever recording of it: the diligence they boast consists in their intrinsic capability to convey in an instant all the burden of the past, the dramatical intensity of the present, the sustained projection – notwithstanding reality- towards a conflictual future, never at peace or simply gratifying.
And, nevertheless, in most despairing photos, the diachronic tension is never totally cancelled and is essential because it is vital.
In this sense, I think, they are marvellously expressive.

Antonio Pizza

10. January 2011, 14:45 Uhr

Jan Bertheau

“unbunt” – Malerei
Ausstellungseröffnung am
Freitag, 03. Dezember 2010 um 17:00 – 21:00 Uhr

im

Architektenbüro
Achim Nagel
PRIMUS developments GmbH
Am Kaiserkai 10
20457 Hamburg

Sie sind herzlich eingeladen.
Bitte um Voranmeldung, da es sich sich um eine private Veranstaltung handelt.

u.A.w.g.: bis zum 29.11.2010

Folgende Anmeldungsvarianten stehen Ihnen zur Verfügung:
( Stichwort : Jan Bertheau “unbunt” )
• e-mail Adresse: info@galerie-molitoris.de
• Telefon : 040 41355730
• Fax : 040 41355814

Jan Bertheau (geb. 1955) studierte Malerei bei KP Brehmer an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Er lebt und arbeitet in Hohwacht/Holstein.

Eröffnungsrede: Jan Bertheau, „unbunt“, 4.11.2009

Liebe Kunstfreunde,

Im Jahr 1927 lief in deutschen Kinos der Film „Berlin. Sinfonie einer Großstadt“ an. Der Regisseur Walther Ruttmann zeigte in einer rasant geschnittenen Dokumentation einen Tag in Berlin, der ersten modernen deutschen Metropole: Ein Tag von frühmorgens bis spät in die Nacht; Bilder von Arbeitern, Angestellten, Hausfrauen, Polizisten, Postboten, Kindern auf dem Weg durch die Straßen; Bilder von Fabriken, Wohnhäusern, Büropaläs-ten, Nachtclubs, Autos, Straßenbahnen, Pferden. Ruttmann filmte neue, nie gesehene Blicke und Perspektiven, und es gelang ihm, aus dem vorbeirauschenden Großstadtle-ben einzelne Szenen und Bilder herauszufiltern, die noch heute als Synonyme für Groß-stadt, für modernes Erwerbsleben stehen.

Jan Bertheaus Bilder sind die Bilder unserer heutigen Großstadtsinfonie. Sie sind inner-lich eingeprägte Chiffren der großstädtischen Welt aus Büros, Straßen, öffentlichen Räumen, deren Teil der Maler selbst jahrelang war. Kein Baum, kein Stückchen Himmel aus seinem Holsteiner Atelier verirrt sich in diese Weltbilder aus Stahl, Glas und Beton. Der Blick des Malers auf die Welt ist starr. Er sieht alles, und er sieht nichts genau. Unse-re urbane Welt flutet in das weit geöffnete Auge des Malers. Er analysiert, was wir sehen und wie wir sehen. Unser Blick erfasst vieles gleichzeitig, bewusst wahrgenommen und letztlich gespeichert werden indes nur Versatzstücke unserer täglichen Lebenswelt. Jan Bertheau spürt diese heraus und macht sie zum Motiv. Aus dem unbewusst Gebliebenen unseres Blicks entwickelt der Maler hybride Formen, gegenständlich und abstrakt zugleich – die Bilder zeigen das, was sich vom Schauen in die Welt letztlich in die innere Festplatte einbrennt. Jan Bertheau malt eine ganz neue Art von Bildern, etwas, was wir so noch nicht gesehen haben und was wir aber doch gleich erkennen und kennen – eben unseren eigenen Blick, unser Bild der Welt. Man kann vor diesen Bildern stehen, sie mö-gen oder nicht. Kaltlassen werden sie aber keinen.

Jan Bertheau beschränkt sich in seinen aktuellen Bildern auf eine der interessantesten Farben der Malerei. Zwischen den denkbar größten Gegensätzen Schwarz und Weiß lie-gend, bietet Grau dem Maler mit über fünfhundert für den Menschen unterscheidbaren Tönen ein unerschöpfliches Ausgangsmaterial. Die Reduktion der Farbpalette auf eine Farbe lenkt den Blick des Betrachters unmittelbar auf den malerischen Vorgang und seine expressiven Gesten. Sie streicht die Sinnlichkeit des Mediums Farbe als des urei-gensten Mediums der Malerei heraus: Die übereinanderliegenden, oft lasierenden Farb-schichten sprechen vom Entstehungsprozess des Bildes, die pastosen Spitzen halten das Auge fest und die freistehenden Flächen von grundierter Leinwand bringen Lichtenergie ins Bild.

Jan Bertheaus bevorzugter Farbton – Payne’s Grey – ist eine Mischung aus Ultramarin und Ruß-Schwarz. Bei dünnem Farbauftrag kommt das Blau verstärkt zur Geltung und verleiht den Bildern ihr eigentümliches Leuchten, ihre ganz eigene Aura.

Jan Bertheau ist nicht der erste, der Bilder in Grau malt. Aber was er aus der Farbe her-ausholt, das ist neu und anders. Der Schwarz-Weiß-Kontrast, dazugehörig auch die Far-be Grau, ist ja das künstlerische Mittel der Grafik, der Zeichnung schlechthin. Jan Bertheau nutzt die grafische Energie des Schwarz-Weiß für seine Malerei – er macht mit ganz wenig Mitteln Musik. Bertheaus Kompositionen haben alle einen Rhythmus, mal schneller, mal langsamer, aber immer intensiv und deutlich spürbar. Diesen Beat, den spüren wir, wenn wir vor den Bildern stehen.

Die Farbe Grau wirkt bei Jan Bertheau auch auf der unterbewussten Ebene. Seine Bild-sprache ist weder gegenständlich noch abstrakt. Bertheau malt hyperrealistische Abbil-der des inneren Blicks. Diesen Anspruch, das wirkliche Bild der Welt zu erfassen, unterstreicht die Farbe Grau. Grau ist schließlich nicht nur die Farbe der Eintönigkeit, der Eleganz, des Alters oder der Dämmerung. Grau ist auch die Farbe, der wir lange ver-traut haben – es ist die ursprüngliche Farbe der Fotografie (natürlich auch die frühe Farbe des Films, so wie Ruttmanns Großstadtsinfonie). Die Farbe der Fotografie, die, zumindest im ersten Ansatz , alles genau so wiedergibt, wie es wirklich ist. Später kam die Buntheit in die Fotos, aber Zeitungsfotos blieben viel länger – bei der F.A.Z. bis vor zwei Jahren – schwarz-weiß, also grau. Wir sind geneigt, solch einem Foto erst einmal zu vertrauen. Schwarz-Weiß-Fotos strahlen auch heute noch eine gewisse Seriosität aus – in einer Zeit der digitalen, blitzschnell zu verbreitenden bunten Bilderflut vielleicht so-gar wieder mehr als noch im vergangenen Jahrhundert. Auch Jan Bertheaus Bilder bean-spruchen für sich, wahr zu sein, das innere Bild der Welt zu zeigen. Ihr kühles Schwarz-Weiß, ihr Grau verleiht ihnen etwas Dokumentarisches, etwas Objektives, Unangreifba-res. Der dokumentarische Anspruch der Bilder existiert neben ihrem Sein als purer Ma-lerei. Beides zusammen ergibt jene eigentümliche Mischung, jenen Hybrid-Charakter, jenes Neue, was Jan Bertheaus Kunst ist.

Jan Bertheau spürt den Stimmungen unseres Jahrzehnts nach. Er findet Verunsicherung, Vereinzelung, Sehnsucht nach Werten und Sinn. Die moderne Großstadt-Gesellschaft beschäftigt den Maler seit den 1990er Jahren. Immer wieder entstehen Werke zu diesem Thema. Mit dem 11. September 2002 wurde dann zu ersten Mal allen klar, dass sich die Nachkriegswelt geändert hatte. Ein diffuses Gefühl von Verunsicherung beschlich das Wirtschaftswunderland Deutschland. Wirklich beeinträchtigt wurde das öffentliche Wohlbefinden aber eher weniger, bis 2008 die Banken zusammenkrachten und die Rea-lität auch in deutsche Köpfe und Herzen einbrach. Da waren Jan Bertheaus Bilder schon da – als Chiffren unserer Zeit – kühl und sehnsuchtsvoll, gefährlich und schön.

Ich habe Ihnen Jan Bertheau als Maler seiner aktuellen Bilder vorgestellt und möchte nun noch einige biografische Daten hinzufügen.
Jan Bertheau ist gebürtiger Hamburger. Er studierte an der Hamburger Kunsthochschule bei K.P. Brehmer Malerei und lebt heute mit seiner Familie in Hohwacht/Holstein an der Ostsee. Hier entstehen die Bilder der Großstadt, die Sie heute sehen – und vielleicht ist ihr eigentümliches blaues Leuchten ja auch ein kleiner Abglanz des Meeres – das wäre an Tagen wie heute doch eine tröstliche Vorstellung.
Dr. Kathrin Reeckmann, Kunstvermittlung

1. November 2010, 16:18 Uhr

Jacob Herskind

“made in strumental” – Malerei
Ausstellungseröffnung am 05. November 2010 ab 19:00 Uhr

Ausstellungsdauer: 05. – 27. November 2010


Kind und Kegel, Acryl, 120×75cm

made in strumental

Seine Werke sind grell, bunt, ironisch, melancholisch, herzzerreißend!
Der dänische Künstler Jacob Herskind stellt uns wieder auf die Probe.
Lachen, weinen, träumen, nur kein Stillstand!
Jacob Herskind, sein Lehrmeister war der renommierte Georg Ernst, lässt uns keine Wahl.
Seine Bilder, die Protagonisten, die Motive, alles ist in Bewegung.
Eine Dynamik, die nicht enden will. Bisweilen überfordern sie das Auge;
es sind Bilderrätsel, mit denen uns der Künstler konfrontiert.
Jacob Herskind hat seinen eigenen Malstil etabliert.
Aktuelle Themen, bekannte Motive, Protagonisten der Öffentlichkeit sind Ausgangspunkte für die symbolhaften, farbintensiven und kabarettistischen, ironischen Werke.

29. September 2010, 16:08 Uhr

Johannes Gervé

NEUE ROMANTIK – SEESTÜCKE – Malerei
Ausstellungseröffnung am 27. August 2010 ab 19:00 Uhr

Ausstellungsdauer: 27.08.09 – 24.09.2010

BITTE VORMERKEN: Galerierundgang in Eimsbüttel
Freitag, 27. August 2010 ab 19:00 Uhr I Galerien in Hamburg

Neue Romatik – Seestücke

Das Meer – unendliche Weiten, die regelmäßige Wiederkehr der Gezeiten, das an – und abschwellende Rauschen, wenn sich die Gischt am Strand bricht, die Wolken und die erfrischende Luft – wir alle kennen die wunderbaren Stimmungen am Meer und lassen uns gerne darauf ein. Seelandschaften haben wir hier vor uns, mit wunderbarer Leichtigkeit und Luzidität wiedergegeben, flirrend vor Licht, im Dunst des Frühnebels gebadet oder rabenschwarz wie die Nacht. Wolkentürme gibt es da zu sehen, die träge über Land ziehen und die Behausungen der Menschen am Rand des Meeres, die sich wie aus Farbflecken gebaut organisieren.
Das ist also das Thema von Johannes Gervés Arbeiten: Natur und das Konstrukt Landschaft, das der Mensch aus der Natur macht, der gewählte Naturausschnitt eben. Gervé ist keiner, der die Landschaft im Atelier idealisch neu erfindet. Er ist ein Mensch, der in die Natur hinausgeht, am liebsten raus aufs Meer, als Segler die Welt bereist und malt, was er da sieht, allerdings mit seinen Augen und seinen Vorstellungen von der Welt. Leute die die Meere befahren sind meist sehr eigene Menschen mit festen Vorstellungen und Zielen und unser Maler macht da keine Ausnahme. Ruhe und Bedächtigkeit gehören zum Rüstzeug des Seefahrers, aber auch das Zupacken-Können, die schnelle Entscheidung und vor allem ein Vorausschauen, ein sechster Sinn für das, was gleich passieren wird.
Gervé erlebt die Natur hautnah, macht Skizzen und memoriert Bilder im Kopf, die er dann später im Atelier umsetzt. Derweil haben die Bilder Zeit, sich zu entwickeln, zu verändern, sich zu verabstrahieren.
Und so beschränken sich die dabei entstehenden Bilder auf das Wesentliche: die Eindrücke und Empfindungen, aber auch das Gerüst der äußeren Gegebenheiten, die im Gedächtnis geblieben sind, und das geschieht auf der Leinwand oder dem Papier mit atemberaubender Prägnanz. Am pointiertesten und augenfälligsten sind hier die beiden Nachtbilder, „Dodekanes Nacht“ und „Fähre“. Beim ersten die Ahnung eines Ortes, charakterisiert durch verwaschenes Licht in den Häusern auf einer der Inseln in der Ägäis, beim zweiten eine große schwarze Fläche, darin ein weißer Fleck mit gelben Tupfen. Allerdings, beim näheren Hinsehen, ist das Schwarz nicht schwarz; die farbige Untermalung scheint vor, gibt dem Schwarz Tiefe und man erahnt die Wolken am nächtlichen Himmel. Jeder sieht sofort, was hier gemeint ist: ein Schiff auf dem nächtlichen Meer. Völlig entgrenzt scheint diese gewaltige, dunkle Fläche zu sein, klein das Schiff, mit seiner Beleuchtung der Nacht trotzend, und das alles von schräg oben gesehen.
Dies ist die Perspektive, die Johannes Gervé bevorzugt: der Blick geht von oben auf das Objekt respektive die Landschaft, man behält den Überblick auch als Betrachter und eine gewisse Distanz. Diese Distanz, der Blick aus dem Ausguck, lässt einen die Weite erfahren, die dem Erdenbewohner sonst nur aus dem Flugzeug oder vom Bergesgipfel zuteil wird.
Dann die gewaltige Leinwand „Seestück Cascais“ mit den durch die Wolken brechenden Sonnenstrahlen; ein Bild von beinahe religiöser Andacht vor der Natur. Der Maler kann aber auch anders. Auf weiteren Bildern sehen wir einen extrem niedrigen Horizont; ein schier endloser Himmel baut sich über Land und Meer auf. Bleigrau verhangen, durch Wolkenformationen strukturiert und vor allem bestimmt durch das Licht, lassen die Bilder uns das Herz aufgehen oder die Brust enger werden, je nachdem.
Ein leichter Dunst scheint über vielen dieser Ansichten zu liegen, eine beinahe greifbare Atmosphäre von hoher Dichte, die den Betrachter mit einfängt. Ein starker Tiefenzug in den Himmel hinein begleitet die Bilder, die trotz eines strengen, beinahe tektonischen Bildaufbaus leicht und transparent erscheinen. Licht, Schatten und Luft schaffen eine dichte Atmosphäre im Bild, die die Landschaft einbindet und trotz eines hohen Abstraktionsgrades Einzelheiten suggeriert, die tatsächlich gar nicht da sind oder nur in malerischen Kürzeln, in einem kleinen Pinselstrich angedeutet werden. Leicht sind wir abgelenkt durch solche Dinge, die uns die Seherfahrung gelehrt hat. Wir möchten Häuser und Boote erkennen, dabei übersehen wir leicht, dass es vielleicht doch eher die Wolken sind, die das Interesse des Malers geweckt haben. Ganz oft sind es eigentlich Wolkenlandschaften, nur haben wir es bislang nicht gemerkt. Und was für grandiose Wolkenberge gibt es da! Alle Formen können diese annehmen – von beschaulich bis zu bedrohlich, wild bewegt und majestätisch dahin schwimmend. Wenn wir uns wie der Maler einmal Zeit nehmen würden und einfach den Gang der Wolken beobachteten, was könnten wir da alles entdecken. Gervé nimmt sich diese Zeit und Zeit ist auch ein wesentlicher Aspekt in seinen Bildern. Zeitlos scheinen sie zu sein in unserer hektischen Welt, dabei speichern sie die Zeit einfach – die Zeit, die es gebraucht hat, das alles zu sehen und zu verarbeiten, und, glauben Sie mir, das geht nicht so rasch. Wenn die großen Arbeiten den Betrachter förmlich in sich hineinsaugen, sollten wir insbesondere auch den kleinen Bildern unsere Aufmerksamkeit widmen. Ganz besonders beeindruckend die Regenlandschaften, bei denen man unwillkürlich den Kragen hochstellt um nichts abzubekommen. Gervé besitzt ein untrügliches Gespür für solche Stimmungen und trifft sie mit einer Präzision, die von seiner Sehgenauigkeit und großer Erfahrung spricht. Aber auch die anderen kleinen Seestücke, ursprünglich als Skizzen für größere Arbeiten gedacht, und die sich dann doch eigenständig entwickelt haben, zeigen die künstlerische Bandbreite des Malers. Oder die Feuerwerke – da kommt eine anarchische Formensprache ins Spiel, eine Freude an der Farben- und Formenvielfalt, die das Dunkel durchbricht.
Und schließlich wären noch die Siebdrucke zu erwähnen, aufwendig Farbe für Farbe in vielen Arbeitsschritten gedruckt, die eine eigenständige Formensprache ausbilden, da sie nur mit Flächen arbeiten und ohne Grauwerte auskommen müssen. Sie enthüllen damit ihr tragendes Gerüst, vermitteln aber auch ihre äußere Erscheinung in einer klaren Gliederung. Lissabon und Buenos Aires sehen wir, Städte am Meer, die durch ihre
Weltläufigkeit und den Handel geprägt sind. Impressionen sind das, aber auch mehr, weil diese Blätter in die Tiefe gehen und nicht an der Oberfläche Halt machen und eine willkommene Ergänzung zur Malerei ist.
Und dies zeichnet die Malerei Johannes Gervés aus: Die Sicht hinter, bzw. in die Dinge hinein, die Einfühlung in vernetzte Strukturen, in Bindekräfte, die Himmel und Erde, Wasser und Wolken zusammenführen.
In einer grandiosen malerischen Umsetzung lässt uns der Maler an seinen Erfahrungen teilnehmen und sorgt dafür, dass seine Bilder noch lange auf der Netzhaut nachwirken.
Dr. Martin Stather, Eröffnungsrede Museum Ettlingen, 28.2.2010

29. August 2010, 11:53 Uhr

Jenni Tietze

“Vögel“ – Skulpturen
(Zeitung, Malerkrepp, Murmeln)

Der Sinn des Gefühls durch das Empfindungsvermögen scheint allgemein vorhanden und sehr ausgebildet zu sein.
Alle Vögel bekunden die größte Empfindlichkeit gegen Einwirkungen von außen, gegen Einflüsse der Witterung sowohl als gegen Berührung.

(Brehms Tierleben, Uhlenhorst – Verlag Hamburg (1927),
Band 15, S. 20)

Ausstellungsdauer: 01.07.09 – 10.08.2010

PREISE: GROSSER VOGEL: 400 € I KLEINER VOGEL: 300 €

BESICHTIGUNG UND KAUF IN DER GALERIE UND NUR NACH VEREINBARUNG:
Telefon 0172 4512617 oder 0176 48 670 162

5. July 2010, 22:41 Uhr

Hieronymus Proske

FINISSAGE am Donnerstag, 24. Juni 2010
von 18:00 bis 21:00 Uhr

“appearing nude in public” – Malerei

Ausstellungsdauer: 02.06.09 – 26.06.2010

„appearing nude in public“

ist der Titel einer Ausstellung des in Hamburg und Dannenberg lebenden Künstlers und Filmemachers Hieronymus Proske in der georg molitoris galerie.
Proske studierte Grafik und Kunst an der UdK, Berlin sowie Film an der NYU in New York und an der HfbK in Hamburg.
Seine Bilder, die er bereits vielerorts ausstellte, sind geprägt von eigentümlichen Merkmalen: So wirkt seine Malerei immer leicht verschwommen und unscharf, sorgt somit dafür, dass die Betrachter sich immer selbst einbringen müssen. Egal, ob es sich um seine Landschaftsbilder, um Portraits oder seine „Nudes“ handelt, die Werke bringen uns in eine Art Zwischenwelt, die sich nicht ad hoc erschließen lässt und zeitlich entrückt wirkt.
Der Titel „appearing nude in public“ spiegelt gleich mehrfach den inhaltlichen Schwerpunkt einer neuen Bildreihe des Künstlers: Proske greift in sein privates Fotoarchiv und verfremdet auf seinen Bildern nackte oder halbnackte Frauen durch Malerei. Dabei bedient er sich traditioneller Mittel, um eine Umkehrung der digitalisierten Fotowelt zu erzeugen. Das, was in den Fotos noch Pixel waren, wird nun auf der Leinwand zu architektonischen Bildelementen umfunktioniert. Sie haben keine technische Bedeutung mehr, sondern lassen sich vielmehr künstlerisch erklären.
Proske bleibt sich auch in diesen Wer-ken malerisch treu, die Unschärfe und Verschwommenheit bilden auch hier die wesentlichen Wahrnehmungen.
Die strenge zeitliche Betitelung des Einzelbilds verweist lediglich auf den Moment der ursprünglichen Aufnahme, gibt aber keine zusammenhangsträchtige Auskunft.
Claus Friede, 2010

10. May 2010, 10:44 Uhr

Sammlerstück oder Reproduktion ?

reart®-Themenabend vom 22. April 2010 :

Sammlerstück oder Reproduktion – Moderne Grafik richtig beurteilen – der Kauf einer Grafik wirft viele Fragen auf.
Schärfen Sie Ihren Blick, stellen Sie die Fragen, die Sie immer schon stellen wollten.

Dr. Kathrin Reeckmann, Kunstvermittlerin und Gutachterin,
jahrelang Mitarbeiterin beim Auktionshaus Ketterer Kunst, Hamburg,
moderierte über Drucktechniken, Papiersorten, Wasserzeichen,
Signaturen, Stockflecken oder Lichtränder.






22. April 2010, 15:36 Uhr