Harald Wolff
Harald Wolff
in Berlin geboren
| 1968 | Dekorationsarbeiten in Cuxhaven, danach Studium an der Hochschule der Künste Berlin. |
| 1972 | Atelier in Florenz |
| 1974 -75 | Atelier in Haifa |
| 1978 | Meisterschüler |
| 1991 | Arbeitsstipendium Kulturzentrum Salzau, Schleswig-Holstein |
| 2000 | Arbeitsaufenthalt in Goriska, Slowenien |
| 2003-2013 | Atelier in Civezza, Italien |
Arbeitet in Paris und Berlin.
Website von Harald Wolff
Werkbeschreibung
Annäherung an Bildfindungen
Im Kosmos des Harald Wolff herrscht die Gegenständlichkeit vor. Sie dominiert alle anderen Elemente, derer sich der Künstler bedient. Dies ist ein Bekenntnis, eine Entscheidung, mit welcher der Künstler eindeutig Position bezieht. Im Heute. Im Hier. Im Jetzt. Und es ist gleichzeitig eine Entwicklung hin zur Konkretisierung des Figürlichen. Wir treffen auf einen derjenigen Maler, welcher Assoziationen zulässt, der mit ihnen spielt, sie ständig hinterfragt und zugleich die Resonanz des interpretierenden Betrachters in den Entstehungsprozess mit einkalkuliert, sogar ihn - gleichsam - als Bringschuld zur Schaffung von Kommunikation - einfordert, um eine dialogische Grundstruktur auch nach außen zum Abschluss zu bringen. Denn Harald Wolffs Bilderfindungen bestehen im Wesentlichen aus sehr komplexen und - oft multiplen - innerbildlichen Dialogen.
Jedes Bild ist zugleich auch eine Bühne, ein dem Rezipienten sich öffnender Aktionsraum: dem Interessierten unmittelbaren Zugang zu einer Handlung gewährend. Dabei werden vor allem pointiert Charaktere und Charakteristisches exponiert: inszeniert von einem über ein ausgesprochen breites und sehr variantenreiches Repertoire verfügenden Künstler. Und dazu auch von einem - heute so selten gewordenen - grandiosen Geschichtenerzähler, dem die Gabe des Fabulierens - zu unserem Vergnügen - geschenkt worden ist.
Die Tafelbilder des Harald Wolff (die Zeichnungen sowie druckgrafischen und Papierarbeiten eingeschlossen) sind primär also die planimetrische Grundvoraussetzung, um Illusionsräume ins Leben zu rufen, die ihrerseits erst die Möglichkeit der Erfahrung von Bewegung im Raum zur Folge haben. Denn genau das ist es, was uns an allen Bildern dieses Künstlers in den Bann zieht: Die Meisterschaft, mit welcher Harald Wolff uns Bewegung und Geschwindigkeit miterlebbar werden lässt. Es ist ein ständiges Wechselspiel aus statischen Bildelementen, flächigen und/oder den Raum akzentuierenden Architekturfragmenten, die stets gemeinsam antreten, um gegenüber sehr sparsam gesetzten, reduzierten Liniengebilden zu bestehen: Aber letztendlich steigern sie nur deren expressive Wahrnehmung.
Wir sind in den Bann gezogen von Orten der Entstehung, von Genesis – seltenen Schauplätzen von Zerstörung, von Destruktion; gemeint ist nur der kreative Prozess, denn inhaltlich ist bei Wolff alles möglich: Solange der Mensch als Kreatur fokussiert wird ist auch dessen - den äußeren Kräften - ständiges Ausgeliefertsein Bestandteil der Thematik. Und ich bin geneigt, zu vermuten, dass gerade dieser Kampf, dieses permanente Aufbäumen, die Bilddramatik ganz entscheidend mit bestimmt: Der Mensch im Mittelpunkt eines staccato von Gefühlen!
Gebürtig und studierend in Berlin, das seinerzeit maßgeblich auch vom Informel eines Fred Thieler geprägt war (Und wir registrieren als interessant, dass unser Künstler Meisterschüler von Martin Engelman war, welcher der Gruppe Cobra zuzurechnen ist. - Wen wundert es dann, dass das Oeuvre unseres Künstlers gegenstandslos beginnt, später sukzessiv mehr und mehr Realität eingeführt wird und dass diese schließlich die Bildinhalte gänzlich dominiert?), findet Harald Wolff seine ihm gemäße, eigene, überaus originäre Position:
Er nutzt die aus dem Informel (zu einem Zeitpunkt, als dessen Zenit längst überschritten war) heraus gewonnenen - und längst schon für jeden Künstler zum Allgemeingut gewordenen – vielfältigen Möglichkeiten sowie alle deren technischen Freiheiten und Finessen, um auf diesem Weg gleichzeitig die Beschränkungen ihrer eigentlichen Intentionen zu überwinden.
Harald Wolff verbindet mit den tradierten, längst als historisch erachteten ursprünglichen Beweggründen eines action painting nur noch der Malvorgang selber. Aber ausschließlich als eine Methode, die sich nicht mehr als Selbstzweck genügt. (Der große Befreiungsschlag des Deutschen Informel nach dem zweiten Weltkrieg - von einer ausschließlich formal wie inhaltlich indoktrinierten, politisch vorgegebenen als auch ein weites Bewusstseinsspektrum der Öffentlichkeit erfassten und infiltrierten Vorstellung von dem, was Kunst zu sein habe -ist für unseren Künstler nicht mehr virulent.)
Berücksichtigen wir: Berlin ist die eine Seite der Medaille. Längst aber schon dürfte bei Harald Wolff der Einfluss von Paris überwiegen: Noch während seines Studiums hat er sich - andauernd bis zum heutigen Tag – dort einen neuen Lebensmittelpunkt geschaffen: ein Atelier und ein Zuhause in Paris. Sicher nicht nur, um der (auch geistigen) Enge der geteilten deutschen Hauptstadt zu entfliehen, sondern auch um der der Hochschule. Überhaupt: Er scheint Neuem gegenüber aufgeschlossen zu sein. In der Biografie des Künstlers finden sich immer wieder längere Arbeitsaufenthalte in anderen Staaten: mehrfach in Italien, in Israel aber auch in Slowenien.
Was aber zeichnet den Künstler, diesen Meister der Darstellung von Bewegung aus? Was hat sich in dieser künstlerischen Biografie als zentral herauskristallisiert? Wesentlich scheint mir das Anreichern des Gestischen mit Inhalten zu sein:
Die Geste mutiert zur signifikanten, charakterisierenden Gebärde.
Dabei entstehen vielfach absurde Situationen, durchaus dem Surrealen verwandt. Das lässt sich ebenso - und gleichzeitig - auf Situationen beziehen, in welche Personen gesetzt sind, als auch auf den Auftritt von Gegenständen oder den von Tieren: Der Betrachter kann niemals sicher sein, dass seine gewohnten Seherfahrungen bestätigt werden, sondern er muss damit rechnen, dass diese - ihn in vielem völlig irritierend - auf den Prüfstand gesetzt zu werden! Und er ist konfrontiert mit dem Unüblichen, dem Unwahrscheinlichen, dem Märchenhaften. Es ist ein mentales, kein formales Vexierspiel, dem er ausgesetzt wird. Und die Bildtitel, die Harald Wolff ausgesprochen findungsreich als weitere Bedeutungsebenen hinzuzusetzen weiß, sind keinesfalls eindeutigen Schlüssen dienlich. Sie fordern den Betrachter zusätzlich.
Die Fülle möglicher Deutungen nimmt zu, nicht ab. Da Disparates aufeinanderstößt ist stets auch die Überraschung - als sinnstiftendes Element - künstlerseitig einbezogen: erst den Vorgang des Hinterfragens auslösend. Nicht das Erfolgserlebnis, Bekanntes wiedererkannt zu haben, wird von Wolff provoziert, sondern es wird die Bereitschaft, sich dem Neuen, noch Unbekannten, bisher nicht Reflektiertem zu stellen, aufgerufen. Es ist ein Wechselbad von Gefühlen. Für jeden. Der Betrachter hat ständig zu entscheiden, ob seine gespeicherten Erfahrungen, die Fülle seines eingebrachten Wissens (seine habituellen Vormeinungen) mit dem Gesehenen in Einklang gebracht werden können. Aber jedes Bild enthält unzählige Bruchstellen. Für unsere Gefühle. Für unseren Verstand. Wir werden aktiviert - sofern wir uns auf dieses kreative Spiel einlassen.
Bei allen Verzerrungen gewohnter Seherfahrungen, die auftreten können: es wäre falsch, dabei von Karikaturen auszugehen, denn: Harald Wolff typisiert zwar stets kraftvoll, aber immer im Sinne der uns bekannten und natürlich auftretenden Verformungen, mit der wir es immer - beispielhaft bei der Konfrontation mit einer singulär betrachteten Einzelaufnahme aus einer Bewegungssequenz heraus - zu tun haben: Der Künstler lässt uns teilnehmen an Bewegungsabläufen, er lässt uns Zeit spüren, nicht ohne Fixierung einer determinierten Zeitspanne - aber ohne Festlegung eines fassbaren, ganz eindeutigen Zeitpunktes. Es sind Handlungen, die von außen gesteuert zu sein scheinen - ohne uns die Feststellung zu ermöglichen, was oder gar wer Beweggrund und wer der Initiator ist. Der Betrachter wird regelmäßig in ein Geschehen einbezogen, dessen Ende somit offen bleibt - aber auch der Ausgangspunkt verbleibt im Dunkeln. Harald Wolff überlässt es - bewusst oder automatisch - ihm, dem Rezipienten, die story zu ergänzen. Wer sich auf die Bilderwelt unseres Künstlers intensiv einlässt wird automatisch zum Co-Autoren.
Ein jedes Standbild eines Gesichtes (Körper sind ausdrücklich nicht ausgeschlossen), dem Einzelbild einer Fotosequenz vergleichbar, führt - isoliert - automatisch zur Anmutung des Grotesken! Solcherart in der Bildwelt des Harald Wolff erreichte Absurditäten sind das Ergebnis von Synthesen. Es sind die Folgen von Abläufen, in denen aus vorher gesetzten Flächen und aus spontan aufgetragenen Wischungen sowie - kontrapunktisch gesetzt - von Umrissen (aus dicht gebündelten, Figürliches gebärenden und Figuren beschreibenden, Lineaturen) ganze Assoziationsketten zur Form gebracht werden: Damit völlig im Gegensatz zur analytischen Bildwelt eines Francis Bacon etwa. Der strebte danach, in seinen Portraits das Wesen der Persönlichkeiten und - ebenso gleichwertig - der sie umgebenden Räume (bis hin zur äußersten Schmerzgrenze zergliedert) zur Darstellung zu bringen. Reproduktion der inneren Vorstellung. Ein neues Gewand für ein nach Ausformung drängendem Bild, welches der Künstler subjektiv gewonnen hat.
Erst sekundär wird die Farbe von Harald Wolff zur Objektbeschreibung oder -typisierung, zur Gegenstandserkennung eingesetzt. Farbe dient dem Künstler primär als Emotionsträger. Rot kocht. Grün ist giftig. Gelb ist schweflig. Ein Blau mag eisig kühl wirken und metaphorisch für Wasser oder für das Firmament stehen. Ein Schwarz erscheint uns wie die Nacht. Oder steht für einen Abgrund. Immer sind die Farben behaftet mit - stärkste Gefühle aktivierenden - Attributen. Und: Stets wird dabei unser gesamter, tradierter, gespeicherter, unbewusster Erfahrungsschatz abgerufen. Aktiviert. Grenzen sinnlicher Wahrnehmung scheinen erreicht. Oft in der Nähe der Ekstase. Eine Konfrontation pur. Aber: Es sind auch regelrechte Farbräume, denen wir fasziniert gegenüber stehen. Flächen, die uns immer zugleich auch eine unermessliche Tiefe suggerieren. Hier fehlt uns jeder Maßstab: Eine Dimension, die sich nicht ausloten lässt. Farbe, die sich uns ebenso aufdrängt wie sie uns wieder entgleitet. Farbe, die uns ständig erneut entgegenkommt. Farbe, die pulsiert. Nicht beschränkt ist auf lokales Kolorit. Nicht auf das Aha-Erlebnis des Wiedererkennens von konkreter Fotorealistik. Eine Farbe, der ein Eigenleben zugestanden wird. Eine Farbe, die erst im Zusammenwirken mit den anderen bildbestimmenden Faktoren zur größten Wirkung gesteigert ist. Autonom. Eine Farbe, die sich aufzudrängen scheint und doch auch gerade im Sublimen ihre Stärken zu entwickeln beginnt.
Die stets latente Konkurrenz aus Flächen und räumlichen Bildbestandteilen, aus Farbwerten und aus zeichnerischen Elementen steigert sich gegenseitig. Aber sie ist wie ausgewogen. Sie ist dennoch überaus labil, flüchtig. Wirkt, verunsichernd, wie nur in einem schwebenden Gleichgewicht gehalten. Auch ständig kurz davor in der Gefahr, die Balance zu verlieren. Das gerade erzeugt Spannung, weckt unsere Aufmerksamkeit. Lässt uns innehalten. Denn dort, im Bild, scheint die Zeit für einen kurzen Bruchteil eines Augenblicks eingefroren zu sein. Es öffnet sich ein Zeitfenster, um uns, offensichtlich privilegiert, Zugang zu gewähren. Diese ganz persönliche Einladung zum Mitagieren, der aktiven Nutzung. Die Möglichkeit, die so plötzlich so auffordernd weit geöffnete Bühne auch wirklich betreten zu können:
Die Behäbigkeit des maßlosen Konsumierens - eines der Kennzeichen unserer auch in der Kunstbegegnung so schnelllebig gewordenen Zeit - von Wolff wird sie hier am praktischen Beispiel infrage gestellt: Der Gebrauch dominiert den Verbrauch. Oder, der eigene Grips sei stets mit eingebracht: ohne Rezipienten stirbt jeder auch nur scheinbar intellektuelle Ansatz.
Wollen wir Gesehenes benennen - Basis sowohl jeglicher Kommunikation als auch von jeder Interpretation - sind wir auf Sprache angewiesen. Auf Worte. Auf Begriffe. Wir müssen uns nur stets der Unzulänglichkeit dieses Mediums bewusst sein! Es ist nämlich völlig unmöglich, eine künstlerische Aussage stringent, ohne Brüche und Verluste bei Inhalt oder Form in eine andere künstlerische Gestalt zu übertragen. Ein Gedicht ist nicht zu malen. Ein Bild nicht zu singen. Lyrik ist nicht tanzbar. (Auch wenn Rudolf Steiner da anderer Meinung war. Oder mancher wirklich glaubt, Musik in Malerei umsetzen zu können.) Ästhetische Systeme sind geschlossen. Sie können sich verändern in ihrer Bedeutung in der Gesellschaft (so zählte bei den Griechen die Staatsführung in das System der schönen Künste - und zwar an oberster Stelle; in der Renaissance nahm die Rhetorik eine wichtige Position darin ein) und in jeder Generation auch einen anderen Rang einnehmen - aber niemals wirklich in ihrer Gesamtheit transformiert werden. Also, Fakt ist: Verbal können demnach auch wir Kunsthistoriker und -kritiker Gesehenes (einschließlich von Kunstwerken) nicht wirklich hinreichend beschreiben. Ein Grund dafür besteht darin, dass unsere Begriffe immer unterschiedlich gewertet und mit differenten Inhalten unterlegt werden: Ein Stuhl etwa wird von uns erst dann als eindeutig bestimmt und erkannt werden, wenn wir etwa präzise sagen: Gemeint ist in diesem Fall das Originalmodell X des Designers Y in der Sammlung des Museums Z. Vorausgesetzt sind aber immer unsere Kenntnisse der Details. Andernfalls sind wir im nicht in der Lage, uns an der Diskussion beteiligen und, im Wortsinn, mitreden zu können. Je allgemeiner ein Begriff wie Stuhl gefasst bleibt umso mehrdeutiger bleiben die Ausdeutungen: Vielerlei Stilmöbel von der Antike bis zur Moderne können dann nämlich ebenso darunter subsummiert werden wie ein Zahnarztstuhl, ein Schreibtischstuhl, ein Elektrischer Stuhl oder der Behandlungsstuhl eines Frauenarztes. Die Kette der Beispiele ließe sich schier endlos erweitern. Wörtlich: Um nicht aneinander vorbeizureden: Das gemeinsame, identische Begriffsverständnis ist die zwingende Voraussetzung für jede Kommunikation und für alle Formen von möglichen Interpretationen.
An dieser Stelle gilt es, den Künstler Harald Wolff in seiner Position als Illustrator zu hinterfragen: Von dem Bochumer Philosophen Werner Strube stammt aus den Anfängen der 1970er Jahre die hermeneutische Schlussfolgerung, falls mehrere Menschen im selben Moment einen Vogel bemerken würden und alle das Gleiche zum Ausdruck brächten, nämlich der Vogel sei schön, so hieße das noch lange nicht, sie würden auch dasselbe mit der Aussage meinen. Sehr wahrscheinlich sei dagegen, dass bei gleichem Wortgebrauch unterschiedliche Inhalte angedacht wären: Einer dächte dabei an den Vogelgesang - ein anderer daran, dass der Vogel gut schmecken würde. Einer würde den Vogel wegen seines bunten Gefieders für schön halten - ein anderer dagegen, weil er klein und niedlich sei. Einer schließlich hielte ihn im Sinne Friedrich Schillers für schön, da er ein Symbol der Freiheit darstellen würde wegen seiner Fähigkeit, vom Boden abzuheben und damit die Schwerkraft im Flug zu überwinden. Daraus können wir schließen, dass bei Begriffen, die Gefühlswerte beschreiben sollen, unsere Sprache zu einer präzisen Verbindlichkeit noch weniger geeignet ist als bei den reinen Sachbegriffen.
Der Vorgang, über künstlerische Systeme zum Erfahrungsaustausch und/oder zu - für uns - neuen Einsichten sowie prägenden Erkenntnissen zu gelangen, differiert augenscheinlich von den verbalen Methoden der Vermittlung. Ein Künstler, der sich (und sei es auch nur zeitweise) der Illustration, dieser Sondersparte der Interpretation, zuwendet, findet deshalb unser gesteigertes Interesse:
Im Oeuvre des Harald Wolff treffen wir immer wieder auf - thematisch eng ausgerichtete - Arbeitsgruppen. Diese Bildzyklen (wie es die Beschäftigung mit den zwölf Stämmen Israels in ebenso vielen Bildern oder die vielen interessanten - unsere Sensibilität für das Schicksal einer gesellschaftlichen Außenseiterin tangierenden - Einzelarbeiten zu der Tänzerin Anita Berber belegen) unterscheiden sich durch die Vorgabe von Eckpunkten des Motivumfeldes - im Gegensatz zu den Inhalten, die aus dem eigentlichen Malprozess her resultieren.
Es sind überwiegend attributiv gesetzte und die Erzählmechanik auslösende Bildfragmente, deren Einsatz den interpretatorischen Aspekt gewährleistet: resultierend aus den, empirisch gewonnenen, vom Künstler sich angeeigneten und abgespeicherten Erfahrungen seines gesamten bisherigen künstlerischen Werdeganges. Wir begegnen einer in sich stimmigen Entwicklung, die von - im Frühwerk oft ausgesprochen turbulenten - Kohäsionen von Versatzstücken bruchlos geführt hat zu uns immer geordneter erscheinenden - aber auch nicht minder dramatisch wirkenden Bildkopplungen. In diesem weiten Spannungsbereich eröffnen sich jedem Betrachter vielschichtige, aktuelle Möglichkeiten, zu bisher ungeahnten Erkenntnissen zu gelangen.
Dank - durch und an - Harald Wolff.
Wolfgang Zemter - Annäherung an Bildfindungen
Einzelausstellungen (Auswahl)
| 2013 | Galerie Eulenspiegel, Basel |
| Galerie Janzen, Düsseldorf, "Babylon Echo", Radprax Gmbh | |
| 2012 | Galerie Kunstraum -Vincke-Liepmann, Heidelberg |
| Galerie Janzen, Düsseldorf | |
| Galerie Bode, Karlsruhe | |
| St.Lamberti-Kirche,"Die zwölf Stämme", Oldenburg | |
| 2011 | Galerie Janzen und AVU Versorgungsunternehmen, Gevelsberg |
| Galerie ART-DEGO, Berlin | |
| 2010 | Galerie Toutes Latitudes, Vincennes |
| APACC Galerie, Montreuil | |
| Galerie Melnikow, Heidelberg | |
| Galerie Janzen, Düsseldorf | |
| Galerie Crid'Art; Metz | |
| Galerie Editions Caracteres, Paris | |
| 2009 | Galerie Zeugma, Köln |
| Galerie Janzen, Art Karlsruhe | |
| Galerie Büsch, Berlin | |
| Galerie Janzen, Wuppertal | |
| Galerie Molitoris, Hamburg | |
| Galerie Bode, Karlsruhe | |
| Galerie Belled, Langbroek, Utrecht, Holland | |
| 2008 | Galerie Monika Beck, Bad Homburg |
| Galerie Art- Dego, Berlin | |
| Bastion de France, Porto Vecchio, Korsika | |
| Galerie Aria, Porto Vecchio, Korsika | |
| Galerie Belled,- Die Zwölf Stämme-, Langbroek, Utrecht, Holland | |
| Galerie Crid`Art, Amneville-Les-Thermes | |
| 2007 | Galerie Liel, Saarbrücken |
| Galerie Janzen, Art Karlsruhe | |
| « Die Zwölf Stämme » St.Wilhadi, Stade | |
| 2006 | Galerie Allaire-Aigret, Paris |
| Galerie Finearts Con.Tra., Berlin | |
| Galerie Janzen, Wuppertal | |
| Galerie ART-DEGO, Berlin | |
| Galerie Belled, Langbroeck, Utrecht, Holland | |
| 2005 | Galerie Janzen, Art Karlsruhe |
| Galerie Belled, Langbroeck, Utrecht, Holland | |
| Galerie Mediart, Paris | |
| Galerie Christoff Horschik, "Die zwölf Stämme", Dresden | |
| galerie molitoris, Hamburg „Dirigenten im Vorfeld“ Arbeiten auf Papier | |
| 2004 | Centre Rachi, Galerie Claude Kelman, Paris |
| Galerie Janzen, Gevelsberg | |
| Galerie Christoff Horschik, Dresden | |
| Galerie Steinle, München | |
| Galerie Belled, Langbroek, Utrecht, Holland | |
| galerie molitoris, Hamburg | |
| Galerie Bouchindhomme, Lille | |
| Galerie Garde à vue, Les Mars, Clermont-Ferrand | |
| Galerie Mediart, Paris | |
| Auswärtiges Amt, Berlin | |
| Galerie Forum Alte Werft, Anita Berber-Zeichnungen, Papenburg | |
| 2002 | Galerie Christoff Horschik, Dresden |
| Domizil, Galerie im Dom, Berlin | |
| Kommunale Galerie Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin | |
| 2001 | Kunsthaus am Friesenpark, Delmenhorst |
| 2000 | Galerie Janzen, Schwelm |
| Arts and Crafts Galerie, Berlin | |
| Galerie Solange Erez, Paris-Boulogne-Billancourt | |
| 1999 | Galerie Horschik und Schultz, Dresden |
| Arts und Crafts Galerie, Berlin | |
| Galerie Christine Phal, Paris | |
| 1998 | Bildfang, Berlin |
| Arts und Crafts Galerie, Berlin | |
| Galerie Spandow, Berlin | |
| 1997 | Saarländischer Rundfunk -Signaturen- , Saarbrücken |
| Galerie Médiart, Paris | |
| 1996 | Galerie 17, Clermont-Ferrand |
| Coventry, Dresden | |
| 1995 | Cuxhavener Kunstverein |
| 1994-97 | Galerie Médiart, Paris |
| 1993-94 | Galerie Heikkilä Kalemba, Berlin |
| 1992 | Galerie Anne Blanc, Paris |
| Galerie Johannes Peter, Berlin | |
| Galerie Spandow, Berlin | |
| 1991 | Atelier und Ausstellungkollektiv, Kulturamt Stadt Wuppertal |
| 1990 | Galerie Kunst der Zeit, Dresden |
| 1989 | Galerie Sonia K, Lille |
| Galerie Hofhaus, Beaumarais, Saarlouis | |
| 1987 | Galerie Kunze, Cuxhaven |
| 1986-96 | Galerie 17, Clermont-Ferrand |
| 1985 | Galerie Zurcher, Paris |
| 1982-84 | Galerie Wischermann, Wuppertal |
| 1973-75 | Galerie Kunstcenter, Hannover |
Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
| 2013 | Art Karlsruhe, Galerie Janzen, Wuppertal, Düsseldorf |
| Art Fair du Luxembourg, Galerie Cridart, Metz | |
| 2012 | Art Karlsruhe, Galerie Janzen, Wuppertal, Düsseldorf |
| Galerie Kunstleben Berlin | |
| Stadtmuseum von Osaka, Japan | |
| Galerie Janzen, ELF, Wuppertal | |
| Galerie Claire Corcia, Paris | |
| Galerie M;S. Europa | |
| Galerie Art d'Amand, Saint-Amand-en-Puisaye | |
| 2011 | Art Karlsruhe, Galerie Janzen, Wuppertal, Düsseldorf |
| Galerie Kunstleben Berlin, "Dirty love", Berlin | |
| Galerie Déprez-Bellorget, Paris | |
| Galerie Bode, Karlsruhe | |
| Galerie Crid'Art, Metz | |
| Réalités Nouvelles, Paris | |
| Stadtmuseum von Osaka, Japan | |
| Landesmuseum Aïchi, Japan | |
| Landesmuseum Toyama, Japan | |
| 2010 | Réalités Nouvelles, Paris |
| Centre Rachi, Paris | |
| Galerie Déprez-Bellorget, Paris | |
| Art Karlsruhe, Galerie Janzen, Wuppertal | |
| Galerie Bode, Karlsruhe | |
| 20 Jahre-12 Monate-12 Originale, Lithografie, Universitaet der Künste Berlin | |
| Galerie ART-DEGO, Berlin | |
| ADADA, Zeichnungen, Saint-Denis | |
| 2009 | Réalités Nouvelles, Paris |
| Artcité, Fontenay-sous- Bois, Frankreich | |
| Galerie Nicolas Deman, Paris | |
| Atelier A Fleur de Pierre, Lithografie, Paris | |
| 2008 | Art Karlsruhe, Galerie Janzen, Wuppertal |
| Artcité, Fontenay-sous- Bois, Frankreich |
Publikationen
| 2011 | "Nottiluche" Margherita Fragiacomo, Poesia, Edizioni Ennepilibri, Imperia, Italien |
| "Tot und Begraben in Berlin", von Peter Henri, 10 Kurzgeschichten mit tödlichem Ausgang und 10 Illustrationen von Harald Wolff, e Book, Verlag : epubli / Holtzbrinck | |
| 2005 | "Zum Fürchten war alles zu furchtbar", Text August Stramm, Bilder von Harald Wolff, Fotos von H.Goldbeck- Löwe, Edition Goldbeck-Löwe, Berlin, 2005 |
| "Façades" Texte von Philippe Rebel und Frederic Trannoy, Edition Goldbeck-Löwe, Berlin, 2005 | |
| "La dynamique des formes", Text Fania Perez, Diasporique, September 2005, nr. 35 | |
| "Harald Wolff " Text Fania Perez, L`Arche, Juni 2005 nr.566, Paris | |
| 2004 | "Vom Treiben des Schnees im August" Text Wilhelm Wiegreffe, Edition Goldbeck-Löwe, Berlin, 2004 |
| "Harald Wolff " Text Xavier Bureau, L`Arche, April 2004 nr.551-552, Paris | |
| "Humains à la verge rouge" Text Michel Mathieu, 12 Lithografien, 4 farbig, Atelier "A fleur du pierre", Paris 2004 | |
| 2003 | "Figura magica" Text Ilske Konnertz, mit Bodo Berheide, Edition Goldbeck- Löwe, Berlin, 2003 |
| 2002 | "Haut und Schnee".Text Detlef Gosselck, Lothar Fischer, Edition Goldbeck-Loewe, Berlin, 2002 |
| "Réveil utile".Text Peter H.Schiller, Edition Ars Viva, Berlin | |
| 2001 | "Kein Schicksal". Text Dr. Phil. Andreas Steffens, Edition Goldbeck- Löwe, Berlin 2001 |
| "Grands blocs de doute". Text Philippe Rebel, Edition Goldbeck-Löwe, Berlin 2001 | |
| "L’apocalypse de Jean". Text Michel Mathieu, Edition Goldbeck- Löwe, Berlin 2001 | |
| 2000 | "Irritierte Zeichen". Text Detlef Gosselck, Edition Goldbeck-Löwe, Berlin 2000 |
| "Bei ihr bin ich unten durch". Text Detlef Gosselck, Edition Goldbeck.Löwe, Berlin 2000 | |
| 1999 | "Ich dich auch" Text Detlef Gosselck, Edition Goldbeck-Löwe, Berlin 1999 |
| 1998 | "Im Himmel geirrt" Text Detlef Gosselck, Edition Goldbeck-Löwe, Berlin 1998 |
| 1995 | "Beschleunigung", Cuxhavener Kunstverein, Katalog zur Ausstellung 1995, Text Andreas Steffens |
| 1993 | "Vorgriffe" Zeichnungen, Text Andreas Steffens, Verlag Graeff & Heinrich, Wuppertal 1993 |
| 1992 | "Seitenhieb" Arbeiten auf Leinwand und Papier, Verlag Graeff & Heinrich, Wuppertal 1992 |
| 1988 | Arts et Métiers du Livre No 148, Paris 1988 |
| 1987 | "Ecueils" 5 farbige Holzschnitte, Text von Olivier Amiel, Verlag Champfleury, Paris 1987 |
| 1982 | Opus International No 85, Paris 1982 |
Sammlungen
- Fonds National de l'Art Contemporain, Paris
- Bibliothèque Nationale, Paris
- Saarbank, Saarbrücken
- UWP, Wuppertal
- Rinke Treuhand, Wuppertal
- ST Teuhand Lincke,Leonhardt und Rinke GmbH, Dresden
- WHS Revisionsgesellschaft GmbH, Saarlouis
- Stichting van der Jagt, International Foundation for the Arts, Holland
- Rathaus Galerie, Bobigny
- Bundesjustizministerium, Berlin
- Kunstsammlung Residenz Würzburg
- Generali Lloyd Versicherung AG, München
- Arthotheque d'Amiens, Ville d'Amiens
- Deutscher Herold, Bonn
- Kunstsammlung GEFA Gesellschaft, Wuppertal
- AVU Aktiengesellschaft für Versorgungsunternehmen, Gevelsberg
- Kunstsammlung Rathaus von Porto Vecchio, Korsika