Georg Molitoris

Harald Wolff

Harald Wolff

in Berlin geboren

1968 Dekorationsarbeiten in Cuxhaven, danach Studium an der Hochschule der Künste Berlin.
1972 Atelier in Florenz
1974 -75 Atelier in Haifa
1978 Meisterschüler
1991 Arbeitsstipendium Kulturzentrum Salzau, Schleswig-Holstein
2000 Arbeitsaufenthalt in Goriska, Slowenien
2003-2013 Atelier in Civezza, Italien

Arbeitet in Paris und Berlin.

Website von Harald Wolff

Werkbeschreibung

Annäherung an Bildfindungen

Im Kosmos des Harald Wolff herrscht die Gegenständlichkeit vor. Sie dominiert alle anderen Elemente, derer sich der Künstler bedient. Dies ist ein Bekenntnis, eine Entscheidung, mit welcher der Künstler eindeutig Position bezieht. Im Heute. Im Hier. Im Jetzt. Und es ist gleichzeitig eine Entwicklung hin zur Konkretisierung des Figürlichen. Wir treffen auf einen derjenigen Maler, welcher Assoziationen zulässt, der mit ihnen spielt, sie ständig hinterfragt und zugleich die Resonanz des interpretierenden Betrachters in den Entstehungsprozess mit einkalkuliert, sogar ihn - gleichsam - als Bringschuld zur Schaffung von Kommunikation - einfordert, um eine dialogische Grundstruktur auch nach außen zum Abschluss zu bringen. Denn Harald Wolffs Bilderfindungen bestehen im Wesentlichen aus sehr komplexen und - oft multiplen - innerbildlichen Dialogen.

Jedes Bild ist zugleich auch eine Bühne, ein dem Rezipienten sich öffnender Aktionsraum: dem Interessierten unmittelbaren Zugang zu einer Handlung gewährend. Dabei werden vor allem pointiert Charaktere und Charakteristisches exponiert: inszeniert von einem über ein ausgesprochen breites und sehr variantenreiches Repertoire verfügenden Künstler. Und dazu auch von einem - heute so selten gewordenen - grandiosen Geschichtenerzähler, dem die Gabe des Fabulierens - zu unserem Vergnügen - geschenkt worden ist.

Die Tafelbilder des Harald Wolff (die Zeichnungen sowie druckgrafischen und Papierarbeiten eingeschlossen) sind primär also die planimetrische Grundvoraussetzung, um Illusionsräume ins Leben zu rufen, die ihrerseits erst die Möglichkeit der Erfahrung von Bewegung im Raum zur Folge haben. Denn genau das ist es, was uns an allen Bildern dieses Künstlers in den Bann zieht: Die Meisterschaft, mit welcher Harald Wolff uns Bewegung und Geschwindigkeit miterlebbar werden lässt. Es ist ein ständiges Wechselspiel aus statischen Bildelementen, flächigen und/oder den Raum akzentuierenden Architekturfragmenten, die stets gemeinsam antreten, um gegenüber sehr sparsam gesetzten, reduzierten Liniengebilden zu bestehen: Aber letztendlich steigern sie nur deren expressive Wahrnehmung.

Wir sind in den Bann gezogen von Orten der Entstehung, von Genesis – seltenen Schauplätzen von Zerstörung, von Destruktion; gemeint ist nur der kreative Prozess, denn inhaltlich ist bei Wolff alles möglich: Solange der Mensch als Kreatur fokussiert wird ist auch dessen - den äußeren Kräften - ständiges Ausgeliefertsein Bestandteil der Thematik. Und ich bin geneigt, zu vermuten, dass gerade dieser Kampf, dieses permanente Aufbäumen, die Bilddramatik ganz entscheidend mit bestimmt: Der Mensch im Mittelpunkt eines staccato von Gefühlen!

Gebürtig und studierend in Berlin, das seinerzeit maßgeblich auch vom Informel eines Fred Thieler geprägt war (Und wir registrieren als interessant, dass unser Künstler Meisterschüler von Martin Engelman war, welcher der Gruppe Cobra zuzurechnen ist. - Wen wundert es dann, dass das Oeuvre unseres Künstlers gegenstandslos beginnt, später sukzessiv mehr und mehr Realität eingeführt wird und dass diese schließlich die Bildinhalte gänzlich dominiert?), findet Harald Wolff seine ihm gemäße, eigene, überaus originäre Position:

Er nutzt die aus dem Informel (zu einem Zeitpunkt, als dessen Zenit längst überschritten war) heraus gewonnenen - und längst schon für jeden Künstler zum Allgemeingut gewordenen – vielfältigen Möglichkeiten sowie alle deren technischen Freiheiten und Finessen, um auf diesem Weg gleichzeitig die Beschränkungen ihrer eigentlichen Intentionen zu überwinden.

Harald Wolff verbindet mit den tradierten, längst als historisch erachteten ursprünglichen Beweggründen eines action painting nur noch der Malvorgang selber. Aber ausschließlich als eine Methode, die sich nicht mehr als Selbstzweck genügt. (Der große Befreiungsschlag des Deutschen Informel nach dem zweiten Weltkrieg - von einer ausschließlich formal wie inhaltlich indoktrinierten, politisch vorgegebenen als auch ein weites Bewusstseinsspektrum der Öffentlichkeit erfassten und infiltrierten Vorstellung von dem, was Kunst zu sein habe -ist für unseren Künstler nicht mehr virulent.)

Berücksichtigen wir: Berlin ist die eine Seite der Medaille. Längst aber schon dürfte bei Harald Wolff der Einfluss von Paris überwiegen: Noch während seines Studiums hat er sich - andauernd bis zum heutigen Tag – dort einen neuen Lebensmittelpunkt geschaffen: ein Atelier und ein Zuhause in Paris. Sicher nicht nur, um der (auch geistigen) Enge der geteilten deutschen Hauptstadt zu entfliehen, sondern auch um der der Hochschule. Überhaupt: Er scheint Neuem gegenüber aufgeschlossen zu sein. In der Biografie des Künstlers finden sich immer wieder längere Arbeitsaufenthalte in anderen Staaten: mehrfach in Italien, in Israel aber auch in Slowenien.

Was aber zeichnet den Künstler, diesen Meister der Darstellung von Bewegung aus? Was hat sich in dieser künstlerischen Biografie als zentral herauskristallisiert? Wesentlich scheint mir das Anreichern des Gestischen mit Inhalten zu sein:

Die Geste mutiert zur signifikanten, charakterisierenden Gebärde.

Dabei entstehen vielfach absurde Situationen, durchaus dem Surrealen verwandt. Das lässt sich ebenso - und gleichzeitig - auf Situationen beziehen, in welche Personen gesetzt sind, als auch auf den Auftritt von Gegenständen oder den von Tieren: Der Betrachter kann niemals sicher sein, dass seine gewohnten Seherfahrungen bestätigt werden, sondern er muss damit rechnen, dass diese - ihn in vielem völlig irritierend - auf den Prüfstand gesetzt zu werden! Und er ist konfrontiert mit dem Unüblichen, dem Unwahrscheinlichen, dem Märchenhaften. Es ist ein mentales, kein formales Vexierspiel, dem er ausgesetzt wird. Und die Bildtitel, die Harald Wolff ausgesprochen findungsreich als weitere Bedeutungsebenen hinzuzusetzen weiß, sind keinesfalls eindeutigen Schlüssen dienlich. Sie fordern den Betrachter zusätzlich.

Die Fülle möglicher Deutungen nimmt zu, nicht ab. Da Disparates aufeinanderstößt ist stets auch die Überraschung - als sinnstiftendes Element - künstlerseitig einbezogen: erst den Vorgang des Hinterfragens auslösend. Nicht das Erfolgserlebnis, Bekanntes wiedererkannt zu haben, wird von Wolff provoziert, sondern es wird die Bereitschaft, sich dem Neuen, noch Unbekannten, bisher nicht Reflektiertem zu stellen, aufgerufen. Es ist ein Wechselbad von Gefühlen. Für jeden. Der Betrachter hat ständig zu entscheiden, ob seine gespeicherten Erfahrungen, die Fülle seines eingebrachten Wissens (seine habituellen Vormeinungen) mit dem Gesehenen in Einklang gebracht werden können. Aber jedes Bild enthält unzählige Bruchstellen. Für unsere Gefühle. Für unseren Verstand. Wir werden aktiviert - sofern wir uns auf dieses kreative Spiel einlassen.

Bei allen Verzerrungen gewohnter Seherfahrungen, die auftreten können: es wäre falsch, dabei von Karikaturen auszugehen, denn: Harald Wolff typisiert zwar stets kraftvoll, aber immer im Sinne der uns bekannten und natürlich auftretenden Verformungen, mit der wir es immer - beispielhaft bei der Konfrontation mit einer singulär betrachteten Einzelaufnahme aus einer Bewegungssequenz heraus - zu tun haben: Der Künstler lässt uns teilnehmen an Bewegungsabläufen, er lässt uns Zeit spüren, nicht ohne Fixierung einer determinierten Zeitspanne - aber ohne Festlegung eines fassbaren, ganz eindeutigen Zeitpunktes. Es sind Handlungen, die von außen gesteuert zu sein scheinen - ohne uns die Feststellung zu ermöglichen, was oder gar wer Beweggrund und wer der Initiator ist. Der Betrachter wird regelmäßig in ein Geschehen einbezogen, dessen Ende somit offen bleibt - aber auch der Ausgangspunkt verbleibt im Dunkeln. Harald Wolff überlässt es - bewusst oder automatisch - ihm, dem Rezipienten, die story zu ergänzen. Wer sich auf die Bilderwelt unseres Künstlers intensiv einlässt wird automatisch zum Co-Autoren.

Ein jedes Standbild eines Gesichtes (Körper sind ausdrücklich nicht ausgeschlossen), dem Einzelbild einer Fotosequenz vergleichbar, führt - isoliert - automatisch zur Anmutung des Grotesken! Solcherart in der Bildwelt des Harald Wolff erreichte Absurditäten sind das Ergebnis von Synthesen. Es sind die Folgen von Abläufen, in denen aus vorher gesetzten Flächen und aus spontan aufgetragenen Wischungen sowie - kontrapunktisch gesetzt - von Umrissen (aus dicht gebündelten, Figürliches gebärenden und Figuren beschreibenden, Lineaturen) ganze Assoziationsketten zur Form gebracht werden: Damit völlig im Gegensatz zur analytischen Bildwelt eines Francis Bacon etwa. Der strebte danach, in seinen Portraits das Wesen der Persönlichkeiten und - ebenso gleichwertig - der sie umgebenden Räume (bis hin zur äußersten Schmerzgrenze zergliedert) zur Darstellung zu bringen. Reproduktion der inneren Vorstellung. Ein neues Gewand für ein nach Ausformung drängendem Bild, welches der Künstler subjektiv gewonnen hat.

Erst sekundär wird die Farbe von Harald Wolff zur Objektbeschreibung oder -typisierung, zur Gegenstandserkennung eingesetzt. Farbe dient dem Künstler primär als Emotionsträger. Rot kocht. Grün ist giftig. Gelb ist schweflig. Ein Blau mag eisig kühl wirken und metaphorisch für Wasser oder für das Firmament stehen. Ein Schwarz erscheint uns wie die Nacht. Oder steht für einen Abgrund. Immer sind die Farben behaftet mit - stärkste Gefühle aktivierenden - Attributen. Und: Stets wird dabei unser gesamter, tradierter, gespeicherter, unbewusster Erfahrungsschatz abgerufen. Aktiviert. Grenzen sinnlicher Wahrnehmung scheinen erreicht. Oft in der Nähe der Ekstase. Eine Konfrontation pur. Aber: Es sind auch regelrechte Farbräume, denen wir fasziniert gegenüber stehen. Flächen, die uns immer zugleich auch eine unermessliche Tiefe suggerieren. Hier fehlt uns jeder Maßstab: Eine Dimension, die sich nicht ausloten lässt. Farbe, die sich uns ebenso aufdrängt wie sie uns wieder entgleitet. Farbe, die uns ständig erneut entgegenkommt. Farbe, die pulsiert. Nicht beschränkt ist auf lokales Kolorit. Nicht auf das Aha-Erlebnis des Wiedererkennens von konkreter Fotorealistik. Eine Farbe, der ein Eigenleben zugestanden wird. Eine Farbe, die erst im Zusammenwirken mit den anderen bildbestimmenden Faktoren zur größten Wirkung gesteigert ist. Autonom. Eine Farbe, die sich aufzudrängen scheint und doch auch gerade im Sublimen ihre Stärken zu entwickeln beginnt.

Die stets latente Konkurrenz aus Flächen und räumlichen Bildbestandteilen, aus Farbwerten und aus zeichnerischen Elementen steigert sich gegenseitig. Aber sie ist wie ausgewogen. Sie ist dennoch überaus labil, flüchtig. Wirkt, verunsichernd, wie nur in einem schwebenden Gleichgewicht gehalten. Auch ständig kurz davor in der Gefahr, die Balance zu verlieren. Das gerade erzeugt Spannung, weckt unsere Aufmerksamkeit. Lässt uns innehalten. Denn dort, im Bild, scheint die Zeit für einen kurzen Bruchteil eines Augenblicks eingefroren zu sein. Es öffnet sich ein Zeitfenster, um uns, offensichtlich privilegiert, Zugang zu gewähren. Diese ganz persönliche Einladung zum Mitagieren, der aktiven Nutzung. Die Möglichkeit, die so plötzlich so auffordernd weit geöffnete Bühne auch wirklich betreten zu können:

Die Behäbigkeit des maßlosen Konsumierens - eines der Kennzeichen unserer auch in der Kunstbegegnung so schnelllebig gewordenen Zeit - von Wolff wird sie hier am praktischen Beispiel infrage gestellt: Der Gebrauch dominiert den Verbrauch. Oder, der eigene Grips sei stets mit eingebracht: ohne Rezipienten stirbt jeder auch nur scheinbar intellektuelle Ansatz.

Wollen wir Gesehenes benennen - Basis sowohl jeglicher Kommunikation als auch von jeder Interpretation - sind wir auf Sprache angewiesen. Auf Worte. Auf Begriffe. Wir müssen uns nur stets der Unzulänglichkeit dieses Mediums bewusst sein! Es ist nämlich völlig unmöglich, eine künstlerische Aussage stringent, ohne Brüche und Verluste bei Inhalt oder Form in eine andere künstlerische Gestalt zu übertragen. Ein Gedicht ist nicht zu malen. Ein Bild nicht zu singen. Lyrik ist nicht tanzbar. (Auch wenn Rudolf Steiner da anderer Meinung war. Oder mancher wirklich glaubt, Musik in Malerei umsetzen zu können.) Ästhetische Systeme sind geschlossen. Sie können sich verändern in ihrer Bedeutung in der Gesellschaft (so zählte bei den Griechen die Staatsführung in das System der schönen Künste - und zwar an oberster Stelle; in der Renaissance nahm die Rhetorik eine wichtige Position darin ein) und in jeder Generation auch einen anderen Rang einnehmen - aber niemals wirklich in ihrer Gesamtheit transformiert werden. Also, Fakt ist: Verbal können demnach auch wir Kunsthistoriker und -kritiker Gesehenes (einschließlich von Kunstwerken) nicht wirklich hinreichend beschreiben. Ein Grund dafür besteht darin, dass unsere Begriffe immer unterschiedlich gewertet und mit differenten Inhalten unterlegt werden: Ein Stuhl etwa wird von uns erst dann als eindeutig bestimmt und erkannt werden, wenn wir etwa präzise sagen: Gemeint ist in diesem Fall das Originalmodell X des Designers Y in der Sammlung des Museums Z. Vorausgesetzt sind aber immer unsere Kenntnisse der Details. Andernfalls sind wir im nicht in der Lage, uns an der Diskussion beteiligen und, im Wortsinn, mitreden zu können. Je allgemeiner ein Begriff wie Stuhl gefasst bleibt umso mehrdeutiger bleiben die Ausdeutungen: Vielerlei Stilmöbel von der Antike bis zur Moderne können dann nämlich ebenso darunter subsummiert werden wie ein Zahnarztstuhl, ein Schreibtischstuhl, ein Elektrischer Stuhl oder der Behandlungsstuhl eines Frauenarztes. Die Kette der Beispiele ließe sich schier endlos erweitern. Wörtlich: Um nicht aneinander vorbeizureden: Das gemeinsame, identische Begriffsverständnis ist die zwingende Voraussetzung für jede Kommunikation und für alle Formen von möglichen Interpretationen.

An dieser Stelle gilt es, den Künstler Harald Wolff in seiner Position als Illustrator zu hinterfragen: Von dem Bochumer Philosophen Werner Strube stammt aus den Anfängen der 1970er Jahre die hermeneutische Schlussfolgerung, falls mehrere Menschen im selben Moment einen Vogel bemerken würden und alle das Gleiche zum Ausdruck brächten, nämlich der Vogel sei schön, so hieße das noch lange nicht, sie würden auch dasselbe mit der Aussage meinen. Sehr wahrscheinlich sei dagegen, dass bei gleichem Wortgebrauch unterschiedliche Inhalte angedacht wären: Einer dächte dabei an den Vogelgesang - ein anderer daran, dass der Vogel gut schmecken würde. Einer würde den Vogel wegen seines bunten Gefieders für schön halten - ein anderer dagegen, weil er klein und niedlich sei. Einer schließlich hielte ihn im Sinne Friedrich Schillers für schön, da er ein Symbol der Freiheit darstellen würde wegen seiner Fähigkeit, vom Boden abzuheben und damit die Schwerkraft im Flug zu überwinden. Daraus können wir schließen, dass bei Begriffen, die Gefühlswerte beschreiben sollen, unsere Sprache zu einer präzisen Verbindlichkeit noch weniger geeignet ist als bei den reinen Sachbegriffen.

Der Vorgang, über künstlerische Systeme zum Erfahrungsaustausch und/oder zu - für uns - neuen Einsichten sowie prägenden Erkenntnissen zu gelangen, differiert augenscheinlich von den verbalen Methoden der Vermittlung. Ein Künstler, der sich (und sei es auch nur zeitweise) der Illustration, dieser Sondersparte der Interpretation, zuwendet, findet deshalb unser gesteigertes Interesse:

Im Oeuvre des Harald Wolff treffen wir immer wieder auf - thematisch eng ausgerichtete - Arbeitsgruppen. Diese Bildzyklen (wie es die Beschäftigung mit den zwölf Stämmen Israels in ebenso vielen Bildern oder die vielen interessanten - unsere Sensibilität für das Schicksal einer gesellschaftlichen Außenseiterin tangierenden - Einzelarbeiten zu der Tänzerin Anita Berber belegen) unterscheiden sich durch die Vorgabe von Eckpunkten des Motivumfeldes - im Gegensatz zu den Inhalten, die aus dem eigentlichen Malprozess her resultieren.

Es sind überwiegend attributiv gesetzte und die Erzählmechanik auslösende Bildfragmente, deren Einsatz den interpretatorischen Aspekt gewährleistet: resultierend aus den, empirisch gewonnenen, vom Künstler sich angeeigneten und abgespeicherten Erfahrungen seines gesamten bisherigen künstlerischen Werdeganges. Wir begegnen einer in sich stimmigen Entwicklung, die von - im Frühwerk oft ausgesprochen turbulenten - Kohäsionen von Versatzstücken bruchlos geführt hat zu uns immer geordneter erscheinenden - aber auch nicht minder dramatisch wirkenden Bildkopplungen. In diesem weiten Spannungsbereich eröffnen sich jedem Betrachter vielschichtige, aktuelle Möglichkeiten, zu bisher ungeahnten Erkenntnissen zu gelangen.

Dank - durch und an - Harald Wolff.

Wolfgang Zemter - Annäherung an Bildfindungen

Einzelausstellungen (Auswahl)

2013 Galerie Eulenspiegel, Basel
Galerie Janzen, Düsseldorf, "Babylon Echo", Radprax Gmbh
2012 Galerie Kunstraum -Vincke-Liepmann, Heidelberg
Galerie Janzen, Düsseldorf
Galerie Bode, Karlsruhe
St.Lamberti-Kirche,"Die zwölf Stämme", Oldenburg
2011 Galerie Janzen und AVU Versorgungsunternehmen, Gevelsberg
Galerie ART-DEGO, Berlin
2010 Galerie Toutes Latitudes, Vincennes
APACC Galerie, Montreuil
Galerie Melnikow, Heidelberg
Galerie Janzen, Düsseldorf
Galerie Crid'Art; Metz
Galerie Editions Caracteres, Paris
2009 Galerie Zeugma, Köln
Galerie Janzen, Art Karlsruhe
Galerie Büsch, Berlin
Galerie Janzen, Wuppertal
Galerie Molitoris, Hamburg
Galerie Bode, Karlsruhe
Galerie Belled, Langbroek, Utrecht, Holland
2008 Galerie Monika Beck, Bad Homburg
Galerie Art- Dego, Berlin
Bastion de France, Porto Vecchio, Korsika
Galerie Aria, Porto Vecchio, Korsika
Galerie Belled,- Die Zwölf Stämme-, Langbroek, Utrecht, Holland
Galerie Crid`Art, Amneville-Les-Thermes
2007 Galerie Liel, Saarbrücken
Galerie Janzen, Art Karlsruhe
« Die Zwölf Stämme » St.Wilhadi, Stade
2006 Galerie Allaire-Aigret, Paris
Galerie Finearts Con.Tra., Berlin
Galerie Janzen, Wuppertal
Galerie ART-DEGO, Berlin
Galerie Belled, Langbroeck, Utrecht, Holland
2005 Galerie Janzen, Art Karlsruhe
Galerie Belled, Langbroeck, Utrecht, Holland
Galerie Mediart, Paris
Galerie Christoff Horschik, "Die zwölf Stämme", Dresden
galerie molitoris, Hamburg „Dirigenten im Vorfeld“ Arbeiten auf Papier
2004 Centre Rachi, Galerie Claude Kelman, Paris
Galerie Janzen, Gevelsberg
Galerie Christoff Horschik, Dresden
Galerie Steinle, München
Galerie Belled, Langbroek, Utrecht, Holland
galerie molitoris, Hamburg
Galerie Bouchindhomme, Lille
Galerie Garde à vue, Les Mars, Clermont-Ferrand
Galerie Mediart, Paris
Auswärtiges Amt, Berlin
Galerie Forum Alte Werft, Anita Berber-Zeichnungen, Papenburg
2002 Galerie Christoff Horschik, Dresden
Domizil, Galerie im Dom, Berlin
Kommunale Galerie Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin
2001 Kunsthaus am Friesenpark, Delmenhorst
2000 Galerie Janzen, Schwelm
Arts and Crafts Galerie, Berlin
Galerie Solange Erez, Paris-Boulogne-Billancourt
1999 Galerie Horschik und Schultz, Dresden
Arts und Crafts Galerie, Berlin
Galerie Christine Phal, Paris
1998 Bildfang, Berlin
Arts und Crafts Galerie, Berlin
Galerie Spandow, Berlin
1997 Saarländischer Rundfunk -Signaturen- , Saarbrücken
Galerie Médiart, Paris
1996 Galerie 17, Clermont-Ferrand
Coventry, Dresden
1995 Cuxhavener Kunstverein
1994-97 Galerie Médiart, Paris
1993-94 Galerie Heikkilä Kalemba, Berlin
1992 Galerie Anne Blanc, Paris
Galerie Johannes Peter, Berlin
Galerie Spandow, Berlin
1991 Atelier und Ausstellungkollektiv, Kulturamt Stadt Wuppertal
1990 Galerie Kunst der Zeit, Dresden
1989 Galerie Sonia K, Lille
Galerie Hofhaus, Beaumarais, Saarlouis
1987 Galerie Kunze, Cuxhaven
1986-96 Galerie 17, Clermont-Ferrand
1985 Galerie Zurcher, Paris
1982-84 Galerie Wischermann, Wuppertal
1973-75 Galerie Kunstcenter, Hannover

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

2013 Art Karlsruhe, Galerie Janzen, Wuppertal, Düsseldorf
Art Fair du Luxembourg, Galerie Cridart, Metz
2012 Art Karlsruhe, Galerie Janzen, Wuppertal, Düsseldorf
Galerie Kunstleben Berlin
Stadtmuseum von Osaka, Japan
Galerie Janzen, ELF, Wuppertal
Galerie Claire Corcia, Paris
Galerie M;S. Europa
Galerie Art d'Amand, Saint-Amand-en-Puisaye
2011 Art Karlsruhe, Galerie Janzen, Wuppertal, Düsseldorf
Galerie Kunstleben Berlin, "Dirty love", Berlin
Galerie Déprez-Bellorget, Paris
Galerie Bode, Karlsruhe
Galerie Crid'Art, Metz
Réalités Nouvelles, Paris
Stadtmuseum von Osaka, Japan
Landesmuseum Aïchi, Japan
Landesmuseum Toyama, Japan
2010 Réalités Nouvelles, Paris
Centre Rachi, Paris
Galerie Déprez-Bellorget, Paris
Art Karlsruhe, Galerie Janzen, Wuppertal
Galerie Bode, Karlsruhe
20 Jahre-12 Monate-12 Originale, Lithografie, Universitaet der Künste Berlin
Galerie ART-DEGO, Berlin
ADADA, Zeichnungen, Saint-Denis
2009 Réalités Nouvelles, Paris
Artcité, Fontenay-sous- Bois, Frankreich
Galerie Nicolas Deman, Paris
Atelier A Fleur de Pierre, Lithografie, Paris
2008 Art Karlsruhe, Galerie Janzen, Wuppertal
Artcité, Fontenay-sous- Bois, Frankreich

Publikationen

2011 "Nottiluche" Margherita Fragiacomo, Poesia, Edizioni Ennepilibri, Imperia, Italien
"Tot und Begraben in Berlin", von Peter Henri, 10 Kurzgeschichten mit tödlichem Ausgang und 10 Illustrationen von Harald Wolff, e Book, Verlag : epubli / Holtzbrinck
2005 "Zum Fürchten war alles zu furchtbar", Text August Stramm, Bilder von Harald Wolff, Fotos von H.Goldbeck- Löwe, Edition Goldbeck-Löwe, Berlin, 2005
"Façades" Texte von Philippe Rebel und Frederic Trannoy, Edition Goldbeck-Löwe, Berlin, 2005
"La dynamique des formes", Text Fania Perez, Diasporique, September 2005, nr. 35
"Harald Wolff " Text Fania Perez, L`Arche, Juni 2005 nr.566, Paris
2004 "Vom Treiben des Schnees im August" Text Wilhelm Wiegreffe, Edition Goldbeck-Löwe, Berlin, 2004
"Harald Wolff " Text Xavier Bureau, L`Arche, April 2004 nr.551-552, Paris
"Humains à la verge rouge" Text Michel Mathieu, 12 Lithografien, 4 farbig, Atelier "A fleur du pierre", Paris 2004
2003 "Figura magica" Text Ilske Konnertz, mit Bodo Berheide, Edition Goldbeck- Löwe, Berlin, 2003
2002 "Haut und Schnee".Text Detlef Gosselck, Lothar Fischer, Edition Goldbeck-Loewe, Berlin, 2002
"Réveil utile".Text Peter H.Schiller, Edition Ars Viva, Berlin
2001 "Kein Schicksal". Text Dr. Phil. Andreas Steffens, Edition Goldbeck- Löwe, Berlin 2001
"Grands blocs de doute". Text Philippe Rebel, Edition Goldbeck-Löwe, Berlin 2001
"L’apocalypse de Jean". Text Michel Mathieu, Edition Goldbeck- Löwe, Berlin 2001
2000 "Irritierte Zeichen". Text Detlef Gosselck, Edition Goldbeck-Löwe, Berlin 2000
"Bei ihr bin ich unten durch". Text Detlef Gosselck, Edition Goldbeck.Löwe, Berlin 2000
1999 "Ich dich auch" Text Detlef Gosselck, Edition Goldbeck-Löwe, Berlin 1999
1998 "Im Himmel geirrt" Text Detlef Gosselck, Edition Goldbeck-Löwe, Berlin 1998
1995 "Beschleunigung", Cuxhavener Kunstverein, Katalog zur Ausstellung 1995, Text Andreas Steffens
1993 "Vorgriffe" Zeichnungen, Text Andreas Steffens, Verlag Graeff & Heinrich, Wuppertal 1993
1992 "Seitenhieb" Arbeiten auf Leinwand und Papier, Verlag Graeff & Heinrich, Wuppertal 1992
1988 Arts et Métiers du Livre No 148, Paris 1988
1987 "Ecueils" 5 farbige Holzschnitte, Text von Olivier Amiel, Verlag Champfleury, Paris 1987
1982 Opus International No 85, Paris 1982

Sammlungen

  • Fonds National de l'Art Contemporain, Paris
  • Bibliothèque Nationale, Paris
  • Saarbank, Saarbrücken
  • UWP, Wuppertal
  • Rinke Treuhand, Wuppertal
  • ST Teuhand Lincke,Leonhardt und Rinke GmbH, Dresden
  • WHS Revisionsgesellschaft GmbH, Saarlouis
  • Stichting van der Jagt, International Foundation for the Arts, Holland
  • Rathaus Galerie, Bobigny
  • Bundesjustizministerium, Berlin
  • Kunstsammlung Residenz Würzburg
  • Generali Lloyd Versicherung AG, München
  • Arthotheque d'Amiens, Ville d'Amiens
  • Deutscher Herold, Bonn
  • Kunstsammlung GEFA Gesellschaft, Wuppertal
  • AVU Aktiengesellschaft für Versorgungsunternehmen, Gevelsberg
  • Kunstsammlung Rathaus von Porto Vecchio, Korsika