Georg Molitoris

Cora Korte

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1961 Geboren in Flensburg
1981 Abitur – Fördegymnasium Flensburg
CAU Kiel (Kunst- und Literaturwissenschaften)
1986 Muthesius-Hochschule / Kiel
Studium der Freien Malerei
bei Harald Duwe und Peter Nagel
1990 * Sohn Vico
1991 Diplom, Beginn der freiberuflichen Tätigkeit
1996 * Sohn Linov
2000 * Tochter Maru
2005 Bezug eines zusätzlichen Ateliers in Berlin
lebt in Kiel, arbeitet in Kiel u. Berlin

Stipendien:

2005 Projektförderung des Kultusministeriums des Landes Schleswig-Holstein
2002 Projektförderung des Kulturamtes der Landeshauptstadt Kiel
Projektförderung des Kultusministeriums des Landes Schleswig-Holstein
1998 Stipendium der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein
1991 Projektstipendium des Kultusministeriums des Landes Schleswig-Holstein
Künstlerförderung der Stadt Kiel

Website von Cora Korte

Der Mensch mit seiner dialektischen Lebenswirklichkeit steht thematisch im Mittelpunkt meiner Arbeit. Der Mensch in der Komplexität seiner psychischen und physischen Erfahrungen- seiner Konflikte, seiner Fragen, seiner Zweifel, seiner Kämpfe, seiner Verwundungen, Überwindungen und Sehnsüchte.

Der bildnerische Ausdruck bewegt sich zwischen den Bereichen der Abstraktion und Elementen der Gegenständlichkeit. Ausgangspunkt für die Entstehung der Bilder ist zunächst der malerische Prozess selbst. Übermalungen und beständige Eingriffe in die Form- und Farbsubstanz mit Spachtel, Schleifmaschine, Bürste ....etc. lassen die Malerei im Prozess des Suchens zu einer Ordnung hinwachsen, die sich im Spannungsfeld zwischen dinghafter Konzentration und ihrer Auflösung bewegt.

Das “Greifbare“, mag uns Halt versprechen, uns erden im Hier und Jetzt, das Leben anschaulich machen und uns bisweilen sogar beruhigen. Das, was sich uns auf der “nicht greifbaren“ Ebene mitteilt, fordert unsere anderen Sinne – es bietet uns Raum für das, was aus unserem Leben mehr macht als ein bloßes Überleben.

Ich möchte Bilder malen, die gleichermaßen ähnlich wie unähnlich, vertraut wie fremd, rational wie irrational, genau wie mehrdeutig, einfach wie kompliziert sind, um dadurch die Kraft des Bildes, seine Wirklichkeit zu verstärken. Es ist der Versuch trotz auftauchender Gegenständlichkeit, allen Naturalismus und alles Erzählerische aus der Malerei herauszunehmen, um die Wendung vom Sichtbaren zum Spürbaren von der äußeren zur inneren Welt zu markieren.

Einzelausstellungen:

2006 Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, Kiel
HSH Nordbank, Schanghai, China
Galerie Clifford, Daugard, Dänemark
2005 Galerie Stücker, Brunsbüttel
Merkurgalerie, IHK Kiel
2004 City Immobilien, Berlin
Galerie Lüth, Halebüll
Galerie Börges, Bremerhaven
HSH Nordbank, Hamburg
2003 AOK Kiel
Galerie M, Hamburg
2002 Hunter Gallery, New York, USA
Galerie Lüth, Halebüll
Temple Gallery, Philadelphia, USA
Fairfield Gallery, Connecticut, USA
Lichtwark-Forum/ Hamburg
2001 Christus-Kirche, Köln
1998 Galerie EL, Lübeck
HTG Schommerus, Hamburg
Galerie Lüth, Halebüll
Galerie blau, Freiburg
1997 Galerie Kruse, Flensburg
Galerie Henzel, Karlsruhe
1996 Galerie Lüth, Halebüll
1995 Deutsche Bank, Kiel
1994 Galerie Lüth, Halebüll
Galerie am Nil, Köln
1992 Galerie Leviathan, Bordesholm
1991 Brunswiker Pavillion, Kiel

Vieles in den Bildern von Cora Korte kommt einem irgendwie vertraut vor: Die tapetenhaften Dekors, die Altagsgegenstände, die Kratzspuren auf einem hauswandänlichen Grund. Und doch ist alles ein bisschen anders-wie bei einem Vexierbild.

Obgleich sie sich das Gegenständlichen bedient, sind Cora Kortes Werke nicht der gegenständlichen Malerei zuzuordnen. Auf brillante Art lasst Korte die scheinbar unversöhnlichen Strömungen des Abstrakten und des Gegenständlichen einander gegenseitig durchdringen und formt sie zu einer eigenen, ungemein intensiven Bildsprache. Es geht nicht um Gegenstände oder Situationen, sondern um die Assoziationen die diese beim Betrachter auslösen; um das Für und Wider, das Einer- und das Anderseits; um Grenzerfahrungen und Gratwanderungen, vor denen auch wir täglich stehen.

Als ich zum ersten Mal ein Bilder von Cora Korte sah, das muss vor etwa acht Jahren gewesen sein, stellten sich mit ein paar, wie ich zugeben muss, eigentümliche Fragen: Welche Farbe hat deine Nachttischlampe? Wie schmeckt deine letzte Urlaubserinnerung? Wie klingt nach gleich ein Kuss? Absurd? Nein! Durch ihre realitätsnahe Rätselhaftigkeit versetzen Cora Kortes Bilder ihr Gegenüber in einen Zustand seliger Verwirrung.

Wenn wir diesen “Wunder“-Werken auf den Grund zu gehen versuchen, sollten wir uns daher nicht nur auf das verlassen, was wir sehen, sondern auch hinspüren auf das, was wir beim Sehen fühlen, welche Gemütsregungen oder Erinnerungen es in uns auslöst. Es sind Schwellenbilder und wir brauchen Mut, uns ganz einzulassen, um nahe heranzukommen an das Epizentrum von Kortes bildnerischen Erdstössen und - womöglich - auch an uns.

Korte: „....Meine Bilder sind Ausdruck des Lebens, das durch mich hindurch geflossen Ist---nicht dessen, was an mir vorbeigezogen ist. Ich möchte nicht das objektiv “richtige“ Bild malen, sondern das “Meine“, so unverfälscht und aufrichtig wie möglich.“

Rüdiger Otto von Brocken